Fachwerkhaus

Das Fachwerkhaus ist ein in Europa weitverbreiteter traditioneller Haustyp, der nach dem Skelettbau-Prinzip errichtet wird. Beim Bau von Fachwerkhäusern besteht die tragende Konstruktion aus Holzfachwerk, das in einer bestimmten Weise durch Streben verstärkt wird. Was ist ein Fachwerkhaus? Beim Bau eines Fachwerkhauses wird im Gegensatz zum Massivbau zunächst eine skelettartige Tragstruktur errichtet. Beim Fachwerkhaus besteht diese Tragstruktur („Fachwerk“) aus einem Holzskelettbau, bei dem die Zwischenräume zwischen den horizontalen und vertikalen Balken und Pfosten „Gefach“ genannt werden. Balken und Pfosten sind unter weitgehendem Verzicht von Metall-Nägeln und -Schrauben durch zimmermannsmäßige Holzverbindungen (u. a. Verblattung, Verzapfung, Versatzung) miteinander verbunden. Durch die schräg, im 45-Grad-Winkel erfolgte Anbringung von Streben im Gefach wird die Konstruktion verstärkt („versteift“). Die frei bleibenden Räume zwischen Pfosten („Ständer“), Balken („Schwelle, Rigel“) und Streben („Band“)werden ausgefüllt und bilden Außen- und Innenwände. Als Füllmaterial werden verputzte oder auch unverputzte Mauer-, Bruch- oder Lehmsteine verwendet. Häufig wird das Gefach auch aus mit Lehm oder Kalk verputztem Geflecht aus längs gespaltenem Holzmaterial („Lehmstaken“) und Holzruten („Fachgerten“) ausgefüllt. Die Fachwerkbauweise ist bereits seit zwei Jahrtausenden in Südeuropa bekannt. In Europa nördlich der Alpen löste das Fachwerkhaus ab dem 13. Jahrhundert die Pfostenbauweise weitgehend ab und blieb bis weit ins 19. Jahrhundert hinein die vorherrschende Bauweise im städtischen und ländlichen Hochbauwesen. Es haben sich eine Vielzahl von regionalen Varianten entwickelt, die sich nicht zuletzt durch ihre Schmuckformen voneinander unterscheiden. Die in Deutschland vor allem aus Eichenholz gebauten Fachwerkkonstruktionen sind überaus langlebig. Die Gefache sind bei Schäden relativ einfach zu...

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Flachdach

Bei einem Flachdach handelt es sich um ein Dach, dass in der Regel keine bzw. eine Dachneigung bis 25° aufweist. Nur in Deutschland liegt die Obergrenze bei 25°. Das entspricht 44 %. Wie lange gibt es schon Flachdächer? Schon in der Antike waren Flachdächer bekannt und wurden verwendet. Doch erst Mitte der 90er Jahre setzten sich Flachdächer endgültig durch. Zunächst wurden die Dächer hauptsächlich bei Bungalows verwendet. Anschließend wurden Flachdächer fast ausschließlich für Gewerbegebäude eingesetzt. Erst in den letzten zehn Jahren wurden die Dächer auch für den Wohnungsbau verwendet. Was sind die Vorteile von Flachdächern? Ein Flachdach hat viele Vorteile. Zum einen verfügt es über ein geringes Eigengewicht. Zum anderen kann man Flachdächer für Erweiterungen jeglicher Art verwenden z. B. Dachterrassen oder Parkdecks. Weitere Vorteile sind Belichtungsmöglichkeiten für innere Räume und die gestalterische Freiheit im Grundriss. Darüber hinaus sind Flachdächer äußerst preiswert. Was sind die Nachteile von Flachdächern? Leider haben Flachdächer auch einige Nachteile. Zum einen sind sie äußerst wartungsintensiv. Zum anderen treten häufiger Schäden durch Alterung oder Feuchtigkeit auf. Die benötigten Abdichtungsmaterialien sind nicht sehr umweltverträglich. Auch der Aufbau eines Flachdachs ist unterschiedlich. Es gibt zum einen das Warmdach, das nicht belüftet ist. Dann gibt es noch das Kaltdach, welches belüftet ist und das Umkehrdach. Hierbei handelt es sich um ein Flachdach, das mit außen liegender Wärmedämmung ausgestattet...

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