Acrylmöbel

Der Name bezeichnet Möbel aus dem Kunststoff Polymethylmethacrylat, abgekürzt mit PMMA. Dieser Kunststoff, umgangssprachlich auch Acrylglas genannt, ist geruchsneutral und hat glasartige Eigenschaften. Wie werden Acrylmöbel hergestellt? Acrylmöbel sind aus einem synthetischen, thermoplastischen und durchsichtigen Kunststoff hergestellt. Dieser Kunststoff ist lichtunempfindlich und absorbiert das UV-Licht. Acrylmöbel weisen eine glatte Oberfläche auf, die sich polieren lässt. Das Material ist hart und bruchfest, jedoch empfindlich gegen Kratzer. Es ist beständig gegen Öl sowie schwache Laugen und Säuren. Lösungsmittel, wie Ethanol oder Aceton, greifen die Oberfläche jedoch an. Acryl wird als Oberbegriff für chemische Substanzen verwendet, die eine Acrylgruppe (CH2-CH-COOR) besitzen. Dazu gehören beispielsweise Acrylsäure, Acrylsäureester und auch Polymere davon. Entwickelt wurde Acrylglas etwa 1928 zeitgleich in Deutschland, Spanien und Großbritannien. Die Firma Röhm & Haas AG brachte ihr neues Produkt 1933 unter dem Namen Plexiglas® auf den Markt. Unter diesem Handelsnamen wird Acrylglas in Europa und Asien vertrieben. In der Möbelindustrie wird Acrylglas vor allem für Tische, Konsolen, Garderoben, Ständer, Lampen und Ähnliches verwendet. Acryl findet darüber hinaus Verwendung in der Medizin, Autoindustrie, Luftfahrt, im Schiffbau und der...

Baldachin

Die Bezeichnung Baldachin, auch Himmel genannt, leitet sich vom italienischen Wort „baldacchino“ ab und bezeichnet ein Zierdach für Throne, Betten, Kanzeln, Denkmäler und anderes. Ursprünglich wurde ein Baldachin aus einem schweren, gewebten Stoff in den Gold- und Silberfäden eingearbeitet wurden (Brokatstoff) hergestellt. Heute gibt es Baldachine aus den verschiedensten Materialien.   Was für Möbelstücke mit Baldachin gibt es? In der Architektur, Innenarchitektur und im Möbelbau bezeichnet ein Baldachin allgemein Zierdächer und schmuckvolle Giebel. Auch die auf Säulen ruhende Überdachung von Altären wird als Baldachin bezeichnet. Die im privaten Gebrauch am weitesten verbreiteten Möbelstücke mit einem himmelartigen Dach sind Himmelbetten, Hollywoodschaukeln, Kinderwagen, Stubenwagen und Kinderbetten. Außerdem finden jüdische Hochzeiten traditionell unter einem Stoffbaldachin („Chuppa“)...

Begehbarer Kleiderschrank

Bei einem begehbaren Kleiderschrank handelt es sich um einen Raum, der mit entsprechenden Fächern, Schubladen und Kleiderstangen ausgestattet ist. Der begehbare Kleiderschrank dient in der Regel nicht nur der Aufbewahrung von Textilien wie Röcken, Hosen, Anzügen und auch Schuhen, sondern wird mitunter auch als Ankleidezimmer verwendet. Was ist wirklich ein begehbarer Kleiderschrank? Technisch gesehen ist der Begriff begehbarer Kleiderschrank eigentlich nur eine Umschreibung, um dessen Funktion zu erklären, denn in aller Regel handelt es sich um einen normal umbauten Raum, in den verschiedene Schrankelemente integriert sind. Ihre Anwendung finden begehbare Kleiderschränke in größeren Wohnungen oder Häusern und sind dort üblicherweise den Schlafzimmern angegliedert. Nicht selten sind hierbei die begehbaren Kleiderschränke in den Bauplänen als Ankleidezimmer extra ausgewiesen. Die Ausstattung eines begehbaren Kleiderschranks richtet sich nach der Größe und dem Bedarf. Meist besteht ein Teil aus einer Hängegarderobe sowie offenen Fächern, Schubladen in unterschiedlichen Größen und Schuhfächern. Auch eine gepolsterte Bank und ein Spiegel können dazugehören. Geschichtlich gesehen geht der begehbare Kleiderschrank auf das französische Boudoir zurück. Dabei handelt es sich um ein kleines, elegant eingerichtetes Ankleidezimmer für die Dame des Hauses. Allerdings wurden im ursprünglichen Boudoir des französischen und auch europäischen Adels keine Kleidung aufbewahrt, sondern es diente teils dem Ankleiden und teils der Konversation im kleinen Kreis. Im Laufe der Zeit und mit dem Aufkommen einer wohlhabenden Mittelschicht aus dem Bürgertum wurde das Boudoir adaptiert und aus praktischen Gründen mit Schrankfächern versehen. Heute wie damals zählt der begehbare Kleiderschrank zur Grundausstattung gehobener Immobilien oder es wird einfach ein leer stehendes Zimmer entsprechend...

Gardine

Eine Gardine ist ein Stoff, der von innen an einem Fenster angebracht ist. Die Gardine wird im Volksmund auch häufig als Vorhang bezeichnet. Was ist eine Gardine? Der Begriff Gardine kommt aus dem Holländischen und meint in der Urbedeutung einen textilen Bettvorhang. Obwohl man mit Vorhängen auch räumliche Abgrenzungen vornimmt, wie beispielsweise ein Regal verstecken oder einen intimen Zimmerbereich separieren, findet sich die Gardine doch hauptsächlich am Fenster. Die zarten Stoffe wie Gaze, Tüll oder Spitze erlauben tagsüber einen Durchblick von innen nach außen, kaschieren jedoch den dunkleren Innenbereich. Das Tageslicht kann den Raum ausleuchten, ohne dass Passanten oder Nachbarn hineinblicken können. Der Store verbirgt dabei die ganze Fensterfläche, manchmal sogar die Wand und fällt gelegentlich sogar bis auf den Boden. Die kleinere Scheibengardine bedeckt maximal die gesamte Scheibe. Sehr beliebt ist hier die Bistrogardine, die nur die untere Hälfte des Fensters verhüllt und den Blick in den Himmel offen lässt. Wird in der dunklen Tageszeit der Innenraum beleuchtet, verbirgt man sich vor neugierigen Blicken durch zusätzliche Gardinen aus dickerem, blickdichten Stoff. Diese schwereren Stoffe bieten außerdem im Winter eine nicht zu unterschätzende Wärmedämmung. Um diese Vorhänge zu öffnen und zu schließen empfehlen sich die sogenannten Schleuderstangen. Sie ermöglichen die Bewegung des Stoffs direkt an der Schiene oder Stange und verhindern so, dass der Stoff sich verzieht oder durch häufigen Zugriff...

Herrendiener

Ein Herrendiener, auch Stummer Diener genannt, ist ein speziell für Kleidung konzipiertes Möbelstück, auf dem vorzugsweise Hemden, Hosen und Krawatten abgelegt werden können, die am nächsten Tag wieder angezogen werden sollen. Was ist die Definition von Herrendiener? Einen Herrendiener gibt es in vielerlei Ausführungen und Materialien, wobei ein Herrendiener aus Holz in der Regel am ehesten im Schlafzimmer vorzufinden ist. Er besteht aus mindestens einer in der Mitte platzierten Stange für die Hose sowie zur Rückseite einer einem Kleiderbügel nachempfundenen Stange für Hemd, Pullover oder dergleichen. Besondere Luxusexemplare haben zusätzlich auch einen Hosenglätter zum Nachglätten der Hosenbeine. Wer sich einen Herrendiener für sein Schlafzimmer anschafft, lässt einen gewissen Sinn für Ordnung und Stil erkennen. Die getragenen oder auch für den neuen Tag aus dem Schrank herausgeholte Kleidung auf einen neben dem Bett platzierten Stuhl legen, kann jeder. Die Kleidung aber geordnet auf einen Herrendiener aufhängen, verleiht auch dem Schlafzimmer – Ordnung im Raum vorausgesetzt – einen gewissen Charme. Wer zusätzlich noch darauf achtet, dass der Herrendiener optisch zu Bett und Schrank passt, vom Material her also sorgsam auf diese Möbel abgestimmt, hat einen wahren Lichtblick im Schlafzimmer...