Baldachin

Die Bezeichnung Baldachin, auch Himmel genannt, leitet sich vom italienischen Wort „baldacchino“ ab und bezeichnet ein Zierdach für Throne, Betten, Kanzeln, Denkmäler und anderes. Ursprünglich wurde ein Baldachin aus einem schweren, gewebten Stoff in den Gold- und Silberfäden eingearbeitet wurden (Brokatstoff) hergestellt. Heute gibt es Baldachine aus den verschiedensten Materialien.   Was für Möbelstücke mit Baldachin gibt es? In der Architektur, Innenarchitektur und im Möbelbau bezeichnet ein Baldachin allgemein Zierdächer und schmuckvolle Giebel. Auch die auf Säulen ruhende Überdachung von Altären wird als Baldachin bezeichnet. Die im privaten Gebrauch am weitesten verbreiteten Möbelstücke mit einem himmelartigen Dach sind Himmelbetten, Hollywoodschaukeln, Kinderwagen, Stubenwagen und Kinderbetten. Außerdem finden jüdische Hochzeiten traditionell unter einem Stoffbaldachin („Chuppa“)...

Begehbarer Kleiderschrank

Bei einem begehbaren Kleiderschrank handelt es sich um einen Raum, der mit entsprechenden Fächern, Schubladen und Kleiderstangen ausgestattet ist. Der begehbare Kleiderschrank dient in der Regel nicht nur der Aufbewahrung von Textilien wie Röcken, Hosen, Anzügen und auch Schuhen, sondern wird mitunter auch als Ankleidezimmer verwendet. Was ist wirklich ein begehbarer Kleiderschrank? Technisch gesehen ist der Begriff begehbarer Kleiderschrank eigentlich nur eine Umschreibung, um dessen Funktion zu erklären, denn in aller Regel handelt es sich um einen normal umbauten Raum, in den verschiedene Schrankelemente integriert sind. Ihre Anwendung finden begehbare Kleiderschränke in größeren Wohnungen oder Häusern und sind dort üblicherweise den Schlafzimmern angegliedert. Nicht selten sind hierbei die begehbaren Kleiderschränke in den Bauplänen als Ankleidezimmer extra ausgewiesen. Die Ausstattung eines begehbaren Kleiderschranks richtet sich nach der Größe und dem Bedarf. Meist besteht ein Teil aus einer Hängegarderobe sowie offenen Fächern, Schubladen in unterschiedlichen Größen und Schuhfächern. Auch eine gepolsterte Bank und ein Spiegel können dazugehören. Geschichtlich gesehen geht der begehbare Kleiderschrank auf das französische Boudoir zurück. Dabei handelt es sich um ein kleines, elegant eingerichtetes Ankleidezimmer für die Dame des Hauses. Allerdings wurden im ursprünglichen Boudoir des französischen und auch europäischen Adels keine Kleidung aufbewahrt, sondern es diente teils dem Ankleiden und teils der Konversation im kleinen Kreis. Im Laufe der Zeit und mit dem Aufkommen einer wohlhabenden Mittelschicht aus dem Bürgertum wurde das Boudoir adaptiert und aus praktischen Gründen mit Schrankfächern versehen. Heute wie damals zählt der begehbare Kleiderschrank zur Grundausstattung gehobener Immobilien oder es wird einfach ein leer stehendes Zimmer entsprechend...