Baldachin

Die Bezeichnung Baldachin, auch Himmel genannt, leitet sich vom italienischen Wort „baldacchino“ ab und bezeichnet ein Zierdach für Throne, Betten, Kanzeln, Denkmäler und anderes. Ursprünglich wurde ein Baldachin aus einem schweren, gewebten Stoff in den Gold- und Silberfäden eingearbeitet wurden (Brokatstoff) hergestellt. Heute gibt es Baldachine aus den verschiedensten Materialien.   Was für Möbelstücke mit Baldachin gibt es? In der Architektur, Innenarchitektur und im Möbelbau bezeichnet ein Baldachin allgemein Zierdächer und schmuckvolle Giebel. Auch die auf Säulen ruhende Überdachung von Altären wird als Baldachin bezeichnet. Die im privaten Gebrauch am weitesten verbreiteten Möbelstücke mit einem himmelartigen Dach sind Himmelbetten, Hollywoodschaukeln, Kinderwagen, Stubenwagen und Kinderbetten. Außerdem finden jüdische Hochzeiten traditionell unter einem Stoffbaldachin („Chuppa“)...

Lehm

Bei Lehm handelt es sich um eine Mischung aus Ton, Sand und Schluff. Die genaue Zusammensetzung variiert, wobei auch Kies und kleine Steine enthalten sein können. Wie wird Lehm hergestellt? Lehm kann künstlich hergestellt werden, kommt aber auch natürlich vor. Enthält er viel Kalk, heißt er Mergel. Bei einem erhöhten Anteil von Ton spricht man von „fettem“ Lehm, während tonarmer Lehm „mager“ ist. Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Menschheit und wird weltweit genutzt. Er kommt bis heute bei Lehmbautechniken zum Einsatz und wird zu Ziegeln gebrannt. Die Wände von Fachwerkhäusern bestehen oft aus Lehm oder wurden damit verputzt. Wird Holz vollständig von Lehm ummantelt, hält es sich länger, da Lehm es von frischer Luft und Nässe abschottet. Im Gegensatz zu vielen moderneren Baustoffen ist Lehm ein sehr umweltfreundliches Material, das sogar wiederverwendet werden kann. Weder bei seiner Herstellung, noch bei seiner Verarbeitung entstehen Schadstoffe. Als Baustoff speichert er Wärme und hält sie im Haus. Bei hoher Luftfeuchte nimmt er Feuchtigkeit auf und gibt sie bei trockenem Raumklima wieder ab, wodurch die Luftfeuchte im Gebäude nahezu konstant bleibt. Lehm verliert seine Festigkeit, wenn er zu nass wird. Trocknet er aus, kann er rissig werden. Im gemäßigten Klima stellt beides kein Problem dar, wenn der Lehm fachgemäß hergestellt und verbaut wurde. Bauwerke aus Lehm oder Lehmziegeln können problemlos hunderte von Jahren bewohnbar...

Schindel

Die Schindel ist eine größtenteils rechteckige Platte, die zur Dacheindeckung oder zur Fassadenverkleidung verwendet wird. Der Begriff wird im engeren Sinn eigentlich nur für Holzschindeln verwendet, die zudem den geschichtlichen Ursprung aller Schindeln bilden. Was wird als Schindel bezeichnet? Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung Schindel auch auf Produkte aus Schiefer, Ton, Faserzement, Granit, Bitumen, Kupfer oder Aluminium angewendet, um eine Abgrenzung zu anderen Formen und Verwendungsarten festzulegen. Fachlich wird heute zwischen dem Dachziegel und der Fassadenplatte unterschieden. In der Anwendung zeichnen sich alle Formen der Schindeln in der Weise aus, dass sie vom Handwerker überlappend verlegt werden, und zwar immer von unten nach oben, sodass abfliesendes Regenwasser nicht unter die Schindeln dringen kann. Moderne Dachziegel besitzen eine bestimmte Profilierung, die das Verlegen in der Überlappung vereinfachen und gleichzeitig die Dachziegel untereinander stabilisieren. Früher war dies nicht möglich und alle Schindeln, sowohl auf dem Dach wie an der Fassade mussten einzeln fixiert werden. Auch heute werden gerade Holzschindeln genagelt. In bestimmten Gebieten wurden aber auch sogenannte Legschindeln mit Steinen beschwert. In der Geschichte zählen die Schindeln und ihre Vorläufer zu den ältesten bekannten Bautechniken. Holz wurde schon vor Jahrtausenden überlappend angeordnet, damit Regenwasser darauf abfliesen konnte. Daraus entwickelten sich die Holzschindeln und in waldarmen, höher gelegenen Gebieten die Schieferplatten oder Granitplatten. Im Römischen Reich wurden bereits aus Ton gebrannte Schindeln, Scandula, verwendet, die heute als Biberschwanzziegel bekannt sind. Im Baden-Württembergischen Bad Buchau wurde bei Ausgrabungen an der Wasserburg Buchau eine im Moor konservierte Schindel aus Eichenholz gefunden, die auf ein Alter von etwa 3000 Jahren geschätzt...

Teppich

Laut Begriffsdefinition bedeutet das Wort Teppich so viel wie etwas bedecken und stammt als dem Persischen Raum. Im früheren Altertum wurden Teppiche beispielsweise als Wandbekleidung oder Dekoration von Fußböden und Möbelngenutzt. In den orientalischen Ländern werden Teppiche noch heute so genutzt. Im europäischen Raum dienen diese größtenteils als Dekorationsartikel für Fußböden. Welche Arten von Teppichen gibt es? Es werden zwei verschiedene Arten von Teppichen unterschieden. Zum einen die orientalischen und zum enderen die europäischen Teppiche. Orientalische Teppiche Diese Art von Teppichen wird heute noch in Handarbeit auf Gestellen mit einem entsprechenden Rahmen hergestellt. Diese Herstellung bezeichnet man entweder als gewirkt oder geknüpft. Da die ursprünglichen Teppiche aus dem orientalischen Raum stammen, kann man von dort aus auch ihre lang zurückliegenden geschichtlichen Hintergründe verfolgen. Wirkteppiche werden überwiegend als Wandverkleidung genutzt. Die Struktur dieser Teppiche ist sehr glatt. Knüpfteppiche hingegen besitzen eher eine plüschartige Oberfläche. Diese entstehen durch das verknüpfen sogenannter Flormaschen. Europäische Teppiche Die europäischen Teppiche werden überwiegend in maschineller Herstellung auf sogenannten Webstühlen produziert. Hierbei gibt es ganz unterschiedliche Arten von Teppichen. Vorrangig ist dabei die Rede von glatten, Noppen- oder Schlingteppichen, Samt-, Flor- und Velourteppichen. Glatte Teppiche werden aus Kuh- und Ziegenhaar produziert und dienen beispielsweise als Belag für...