Lehm

Bei Lehm handelt es sich um eine Mischung aus Ton, Sand und Schluff. Die genaue Zusammensetzung variiert, wobei auch Kies und kleine Steine enthalten sein können.

Wie wird Lehm hergestellt?

Lehm kann künstlich hergestellt werden, kommt aber auch natürlich vor. Enthält er viel Kalk, heißt er Mergel. Bei einem erhöhten Anteil von Ton spricht man von „fettem“ Lehm, während tonarmer Lehm „mager“ ist. Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Menschheit und wird weltweit genutzt. Er kommt bis heute bei Lehmbautechniken zum Einsatz und wird zu Ziegeln gebrannt. Die Wände von Fachwerkhäusern bestehen oft aus Lehm oder wurden damit verputzt. Wird Holz vollständig von Lehm ummantelt, hält es sich länger, da Lehm es von frischer Luft und Nässe abschottet.

Im Gegensatz zu vielen moderneren Baustoffen ist Lehm ein sehr umweltfreundliches Material, das sogar wiederverwendet werden kann. Weder bei seiner Herstellung, noch bei seiner Verarbeitung entstehen Schadstoffe. Als Baustoff speichert er Wärme und hält sie im Haus. Bei hoher Luftfeuchte nimmt er Feuchtigkeit auf und gibt sie bei trockenem Raumklima wieder ab, wodurch die Luftfeuchte im Gebäude nahezu konstant bleibt.

Lehm verliert seine Festigkeit, wenn er zu nass wird. Trocknet er aus, kann er rissig werden. Im gemäßigten Klima stellt beides kein Problem dar, wenn der Lehm fachgemäß hergestellt und verbaut wurde. Bauwerke aus Lehm oder Lehmziegeln können problemlos hunderte von Jahren bewohnbar bleiben.

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