Massivbau

Unter Massivbau ist eine Bauweise zu verstehen, in der Wände und Decken eines Gebäudes tragende Elemente darstellen. Gleichzeitig grenzt der Begriff Massivbau eine bestimmte Art des Bauens gegen andere Bauformen ab

Was ist die Definition von Massivbau?

In der Massivbauweise besitzen zumindest ein Teil der Wände sowie die Decken eine tragende, statische Funktion. Dabei ist es unerheblich, ob die Mauern aus Ziegeln im Verbund errichtet oder diese aus Beton gegossen wurden. Technisch gesehen stellt demnach auch ein Fertighaus aus Betonteilen einen Massivbau dar. Damit grenzt sich diese Bauform von der heute gerade im Hochhausbau verwendeten Skelettbauweise ab, deren tragende Elemente meist Stahlträger sind und Mauern und Decken keine oder nur geringe statische Funktionen besitzen. In einer weiteren Definition wird der Begriff Massivbau ebenso als Abgrenzung zu anderen Bautechniken verwendet wie dem Holzbau.

In der Geschichte sind sowohl Massivbau wie Skelettbau beziehungsweise Fachwerkbau und natürlich der Holzbau gleichermaßen vertreten. Früher wurden jedoch nur große Gebäude wie Rathäuser oder Kathedralen in Massivbauweise errichtet, da so hohe Gebäude in Fachwerkbauweise statisch nicht realisierbar waren. Für herkömmliche Häuser mit meist nicht mehr als zwei Stockwerken wurde ein Fachwerk errichtet und die nicht tragenden Gefache mit Bruchstein ausgefüllt.

Der moderne Massivbau umfasst Baukonstruktionen, die in Mauerwerk, Stahlbeton, Beton und Spannbeton ausgeführt werden. Alle Materialien können je nach Anforderung unterschiedlich spezifiziert sein. So kann das Mauerwerk aus Ziegeln in verschiedenen Formen wie Hohlblocksteinen bestehen oder aus Porenbeton und ebenso aus Klinker. In der Ausbildung sowohl des Handwerks wie auch beim Ingenieursstudium zur Bautechnik oder der Architektur grenzt sich der Massivbau zum Stahl- und Holzbau ab.

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